Geschichte der Katzen - Katzenblog

Die Anfänge der Katzendomestizierung gehen bis auf die frühe Jungsteinzeit (ca. 6000 Jahre v. Chr.) im Nahen Osten, unter anderen bei Jericho und Hacilar, zurück. In diesen Orten wurden Skulpturen gefunden, die mit Katzen spielende Frauen darstellen.
Jedoch die glaubwürdigeren Beweise der Katzendomestizierung stammen aus dem Alten Ägypten. In der Zeit des Alten Staates (ca. 3000 Jahre v. Chr.) begann man die Katze zu Hause zu halten und zu domestizieren und in der Zeit des Neuen Staates (Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr.) bemerkten die Ägypter das Potential der Katze im Kampf gegen Nagetiere, die Lebensmittelvorräte verwüsteten. Außerdem wurden die Katzen in Kämpfen gegen Schlangen genutzt und nahmen an der Jagd teil, indem sie Tiere aufscheuchten. Zahlreiche Funde stellen die Katze als Familienmitglied dar. Mit dem Tode einer Katze herrschte Traurigkeit zu Hause und die Menschen rasierten sich Köpfe und Augenbrauen als Ausdruck der Trauer. Dann wurde die Leiche des Tieres einbalsamiert und in einem schön geschmückten an den Körper angepassten Holzsarg im Grabmal begraben. Für die absichtliche Tötung einer Katze wurden Ägypter zum Tode verurteilt.
Am Anfang des 1. Jahrtausend v. Chr. erreichte die Katze einen göttlichen Status und wurde zum Objekt des Religionskultes, dank der Göttin Bastet, einer Frau mit dem Kopf einer Löwin und dem Körper einer Katze. Bastet war Göttin der Fruchtbarkeit, Freude und des Krieges, und der Ort ihrer Ehre war die Stadt Bubastis. Dort fand jedes Jahr eine Begräbnisfeier der Tausenden von Katzenmumien statt, die vorher der Göttin von den Pilgern geopfert wurden.
Die Katze wurde zu einem der Symbole Ägyptens. Touristen können heute dort Souvenirs kaufen, die nicht nur Pyramiden, Särge, Mumien oder Sphinx darstellen, sondern auch Katzen.
Aus Ägypten wanderte die Katze nach Griechenland und Rom, wo ihre Jagdfähigkeiten auch geschätzt wurden. Sowohl in der Kunst als auch in der römischen Literatur wurde die Katze zu einem graziösen Helden. Die Römer haben von den Griechen die Bezeichnung der Katze „gatta“ entlehnt und später nannten sie das Tier „cattus“ – davon kommen: „cat“ (Englisch), „chat“ (Französisch), „kot“ (Polnisch) und die deutsche „Katze“.
Nach Großbritannien wurden die Katzen von den Römern gebracht, wo sie die Nagetiere bejagten, womit sie sich die Hochachtung der dortigen Einnwohner gewannen. Im Jahr 936 in Wales wurde sogar eine Verordnung erstellt, nach der die Verletzung oder Missbrauch der Katzen strafbar waren. Um die Mäuse und Ratten loszuwerden, haben sich viele Menschen in Europa entschieden, Katzen zu kaufen. So wurde die Katze zu einem festen Element der europäischen Landschaft.
Katzen verbreiteten sich auch auf dem Nahen Osten, auf dem Gebiet von Indien, China und Japan. Neben der Bekämpfung von Schädlingen spielten die Katzen eine große Rolle in der Volksmedizin und in Siam wurden sie sogar zum Kultobjekt.
Die schwierige Zeit für die Hauskatze kam im Mittelalter. Sie wurde zum Symbol des Satans, Begleiter der Hexen in ihren heidnischen Ritualen. Im Zusammenhang damit wurden die Katzen gemartert, auf dem Scheiterhaufen verbrannt oder aus Türmen geworfen. Im 15. Jahrhundert erstellte der Papst Innozenz VIII. eine Verordnung, in der er öffentlich das arme Tier verachtete.
Die Situation änderte sich erst im 18. Jahrhundert. Im Viktorianischen Zeitalter wurde die Katze zum Liebling der Salons und Verkörperung der Schönheit. Die Menschen begannen sich Rassenkatzen zu kaufen, um ihre Häuser schöner und lebendiger zu machen. Die erste Katzenausstellung fand 1871 in London statt und dank dieser entstand der erste Klub der Katzenzüchter.
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Wo Deutschlands wilde Katzen wohnen

VON WALTER SCHMIDT
Selbst Fachleute bekommen in freier Natur nur ab und an eine echte Wildkatze zu Gesicht. Anders als die Hauskatze ist sie selten und jagt in der Dämmerung oder gar nachts. Glück gehört also dazu, wenn man ihr über den Weg laufen möchte. In Deutschland gibt es bis zu 7500 Wildkatzen. Aber wo?
Die Verantwortlichen des Thüringer Nationalparks Hainich sind zumindest halbwegs ehrlich gegenüber Touristen. Es sei "nicht immer ganz so einfach", im 76 Quadratkilometer großen Schutzgebiet nördlich von Eisenach Wildkatzen zu begegnen, "denn viele von ihnen sind scheu und verstecken sich". Doch lohne es sich, "aufmerksam zu lauschen und zu beobachten" - vielleicht entdecke man ja eine.

Zumindest eine gewisse Chance, Felis silvestris silvestris, die Europäische Wildkatze zu sichten, haben Besucher in den Buchenwald-Nationalparks Hainich und Eifel sowie im Reinhardswald bei Kassel. Im 76 Quadratkilometer großen Nationalpark Hainich soll sich mitten in Deutschland ein Urwald aus zweiter Hand entwickeln; schon heute werden 90 Prozent der Nationalparkfläche sich selbst überlassen. Knorrige alte Bäume und viel Totholz am Erdboden versetzen Besucher ansatzweise in eine Zeit, als Wälder noch keine Forste waren. Via: www.welt.de

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