Katzen im Kosmos der Zeichen

ON EMMANUEL VAN STEIN, 25.06.07
Dem Mumien-Balsamierer muss ganz blümerant zumute gewesen sein, als er 178 v. Chr. eine Eingabe wegen einiger verschleppter Kätzchen verfasste, die sich in seiner Obhut befanden. Schließlich wurde in Ägypten das absichtliche Töten von Tieren mit dem Tode bestraft. Wortreich legte der Beschuldigte dar, dass nicht er, sondern ein gewissenloser Kater die Tierchen verschleppt hatte.

Den kuriosen Papyrus-Text kann man jetzt in einer ungewöhnlichen Ausstellung im Römisch-Germanischen Museum in Köln unter die Lupe nehmen: „Kosmos der Zeichen“, eine lehr-und überraschungsreiche Schau über Schriftbild und Bildformel in Antike und Mittelalter, wurde gemeinsam mit dem „Lehr- und Forschungszentrum für die Antiken Kulturen des Mittelmeerraumes“ der Universität zu Köln erarbeitet. Und zwar zum „Jahr der Geisteswissenschaften“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgerufen worden ist. Nicht weniger als 14 Disziplinen der Philosophischen Fakultät fanden sich zu dem allein für Köln konzipierten Projekt zusammen. Rund 130 Leihgaben - auch von der berühmten Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel - spannen einen eindrucksvollen Schriftbogen über rund 3000 Jahre Kulturgeschichte. Zu den spektakulärsten Exponaten gehört das so genannte Antiphonar der Anna von Hachenberch, ein 1 mal 1,5 Meter großes Buch mit den Texten der liturgischen Wechselgesänge aus dem Jahr 1520. Normalerweise im Museum Schnütgen beheimatet, wird dieser Schatz jetzt erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Via: www.ksta.de

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